Alle Zeit, gestundet
Die bald neunzigjährige Anette, Professorin der Literaturwissenschaften, befindet sich auf der Schwelle zu ihrer letzten Reise: Sie weiß, dass sie bald sterben wird und sucht für sich einen lyrischen Abschied aus dem Leben. So nimmt sie ein letztes Mal den Zug nach Klagenfurt und begibt sich an das Grab von Ingeborg Bachmann. Auf der Suche nach Spuren der Schönheit beginnt sie während dieser finalen Reise, einen fiktiven Brief an Ingeborg Bachmann zu verfassen.
In der Regie von Cornelia Metschitzer wird der Text als eingängiges Crossover aus Theater, Film, Hörspiel und Musik auf die Bühne gebracht. Ein feministisches Stück, das sich nicht nur dem Leben und Schreiben der bekannten Dichterin aus Klagenfurt widmet, die heuer 100 Jahre alt geworden wäre, sondern auch vielen universellen Frauenthemen: dem Spagat zwischen Familie und Beruf, dem Streben nach Unabhängigkeit, dem Mut, sich der Liebe ohne Knautschzone hinzugeben, dem Schmerz über das Zerbrechen von Beziehungen, dem Altern in Würde, dem Loslassen sowie der Suche nach Transzendenz.
Es spielen Lisa Kröll und Jakob Griesser.
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