Einträge von Corinna Antelmann

Hörstück Der schwierige Raum

Angesichts der gegenwärtigen Krisen haben Utopien Konjunktur. Wo wollen wir hin? Was soll bleiben? Was sich ändern? Kurz: Wie können Utopien heute aussehen? Dieser Frage widmet sich Der schwierige Raum, erschienen im Drei Masken Verlag: Vier Personen betreten einen leeren Raum, den sie nach und nach mit den “richtigen“ (?) Ideen füllen wollen, aus denen […]

Das Drama (mit) der Gerechtigkeit

In Kooperation mit der Franz-Kafka-Gesellschaft ist das Essay Das Drama (mit) der Gerechtigkeit entstanden. In dem Text schaue ich mir Prozess-„Geschichten“ aus dramaturgischer Perspektive an. Machen wir uns das Vergnügen (oder die Mühe) und betrachten wir die Situation vor Gericht – Anklage, Verhandlung, Urteil – als wäre sie eine Geschichte, genauer noch: als einen Film. […]

,

Liebe Literatur,

Nicht zuletzt aufgrund meines Atelier-Aufenthalts in Paliano, der mir Zeit und Muße gab, schreibe ich endlich meine Ode an die Literatur. Drei verschiedene (fiktive) Personen schreiben in Form von drei Briefen verstorbenen Literat*innen. Dabei gewähren sie Einblick in die eigene Lesebiografie und gehen gleichsam eine Auseinandersetzung mit ihrer jeweiligen Lebens-Phase ein. Die Literatur hilft ihnen […]

Die tabuisierte Frau

In meiner Kindheit und Jugend ist es mir erfolgreich gelungen, mich beim Lesen und Filmeschauen von meinem Geschlecht zu entkoppeln und mich ausschließlich mit den männlichen Autoren und den ihnen entsprechenden Protagonisten meiner Lektüre zu identifizieren. Als Mann durfte ich mir die Welt aneignen und Subjekt sein; als Frau hätte ich in die Rolle des […]

,

Lesereise Kärnten

Seit siebzehn Jahren lebe ich in Österreich. Doch erst jetzt schaffte ich es nach Klagenfurt – nein, nicht zum Bachmann-Wettbewerb, aber zum Grab Ingeborg Bachmanns, das ich als Auftakt zu einer Lesereise besuchen durfte. Organisiert von der Buchhandlung Besold führte sie mich von Sankt Veit an der Glan über Brückl und Tanzenberg. Und während mein […]

Die Farbe der Sprachlosigkeit

In der Titelreihe Schöne Bücher Bibliothek erscheint am 1. September 2023 Die Farbe der Sprachlosigkeit – der erste Roman, den ich je geschrieben habe. Er hat für mich nichts an Gültigkeit verloren und behandelt ein Thema, das mich seit immer schon begleitet: Es geht um das Ringen, mit der eigenen Stimme in die Welt zu […]

,

Worte in Leipzig – ein Rückblick

Die (Buch)Messe ist voller Bücher, die (christliche) Messe ist es auch. Ja, dieses Jahr ging die Buchmesse für mich mit einem Literaturgottesdienst zu Ende – auf Einladung der sächsischen Kollegin Bettine Reichelt, die zugleich Pfarrerin ist. Seit ich lesen kann, auch gern und viel, war das so ein Gedanke (Glaube?) von mir: dass die Worte […]

,

Leserunde Der Rabe ist 8

Die Leserunde von dem Jugend- und Erwachsenenbuch Der Rabe ist Acht ist abgeschlossen und ich bedanke mich für den regen Austausch. Einige Rezensionen gibt es hier zu lesen. Die Arbeit an dem Buch begann mit einem Artikel aus der ZEIT, in dem über das Problem von zunehmender Gewalt an Schulen geschrieben wurde. Mich bewegte die […]

Von geheimen Wünschen und ungewollten Gefühlen

… so betitelt Friedrich Hahn seine Rezension zu „Im Geiste, Anna.“ Und schreibt resümierend: Martha hat es geschafft: Sie ist bei sich angekommen, ist Autorin geworden. Und Corinna Antelmann? Ihr ist ein wunderbares Vexierbild über Autonomie und Emanzipation gelungen. Ein wahrhaft preiswürdiges Stück Literatur. Chapeau! Ich bedanke mich für die Besprechung und erfreue mich mich […]

Neuer Roman: Barcelona Dream

Bereits zur Buchmesse in Leipzig gab es einen Vorabdruck und damit einen Einblick in meinen neuen Roman: Barcelona Dream. Oder: Puppen leben nicht. (Edition Rösner, 2023, mit Anfang Juni nun vorliegend) Anhand der Geschichte der ambitionierten Filmemacherin Eva widmet sich das Buch der feinen Wechselwirkung von Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Es handelt von dem (weiblichen) Blick, […]