Drüben! Ich merke, wie ich allmählich an nichts anderes mehr denken kann. Was, wenn es wirklich ein Drüben gibt? Wenn alles doppelt existiert? Und ich sitze hier und weiß nichts von alledem. Versuche nicht einmal, herauszufinden, wie das ist: dieses Drüben. Wie es dort aussieht. Was dort geschieht.

„Sag mal, du?“, beginne ich forsch, und sie blickt ebenso forsch zurück. „Wie heißt du eigentlich?“

Ich sehe, wie sie eine Grimasse schneidet und denke: Na klar, sie hält mich für blöd. Was soll sie schon sagen? Gestatten, ich heiße wie du?

Sie schweigt. Tut so, als bewegten sich ihre Lippen nur dann, wenn ich rede. Ihre Verstellung ist perfekt.

„Komm raus, wenn du dich traust?“, fragt Reinhard Ehgartner in seiner Rezension und fordert stattdessen auf: „Gehen wir hinein, wenn wir uns trauen!“

Ich bin dafür.

Ich schiebe sachte meine Hand auf die Spiegelfläche zu, sie reckt mir die ihre entgegen, aber dann –

nachzulesen in: Spieglein, Spieglein

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