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Im August erscheint Spargel in Afrika in der Prosafassung im Monika Fuchs Verlag. Geschrieben für Thomas Bammer in der Rolle des Sohnes wurde die Bühnenfassung nach seiner Uraufführung am Landestheater Linz bereits mehrfach aufgeführt; nun liegt der (längere) Text vor.

Für alle, die sich wiederfinden in einer leisen, persönlichen Erzählung zwischen Melancholie und Ironie. Hier findet ein Monolog statt, der sich als Dialog verkleidet, als wortreiche und zugleich sprachlose Auseinandersetzung eines fürsorglichen Sohnes mit seinem lebensmüden, neunzigjährigem Vater, der im Krankenhaus liegt und sterben wird. Der Sohn spürt, dass auch er älter und in der Generationenfolge den Platz seines Vaters einnehmen wird. Während dieser womöglich letzten Begegnung berühren beide das Thema des Nährens und Genährt-Werden als universelles Bedürfnis des Menschen. Gemeinsame Essens-Erinnerungen helfen ihnen, eine Übereinstimmung zu finden, dort, wo es unmöglich geworden zu sein scheint, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu verbalisieren.

Was fehlt dir, Vater?, frage ich ihn und gebe mir die Antwort selbst: Nichts natürlich. Du hast alles, was du brauchst.

Spargel in Afrika war auf Gastspiel im Norden Deutschlands: In der Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg und in Visselhövede im Theater Metronom, die immer einen Besuch wert sind!

Nun gibt es eine Rezension von Ulla Heyne.

Für uns ist es immer wieder interessant, an unterschiedlichen Orten Unterschiede in der Rezeption zu bemerken – in diesem Falle zwischen Österreich und dem hohen Norden. Mittel- und Süddeutschland wären noch zu ergründen. Und die Schweiz.

Oder so.

Weitere Rezensionen gibt es von Peter Klimitsch: „Die Fragen der Bewältigung all der verschiedenen sozialen Rollen ist entscheidend für jede und jeden von uns. Ausgehend von einem Blick in die eigene Familie lädt die Familie Antelmann-Bammer mit ihren künstlerischen Mitteln, Literatur und Theater, ein, sich damit auseinanderzusetzen, sich selbst darin zu finden und zu reflektieren.“ Nachzulesen ist seine Rezension in seinem Blog Nosing Around. Und Rudolf Habringer schreibt: „Knapp vor dem Tod des Vaters erinnert Thomas Bammer als Sohn an diese Episode, aber nicht anklagend oder rebellisch. Eher stellt sich eine versöhnliche Annäherung ein, ein liebevolles Begleiten, eine gedämpfte Traurigkeit über das Fehlen einer Nähe, die es nie gegeben hat.“