Mein Roman Hinter die Zeit erschien 2016, aber ich bekomme noch immer Feedback und Einladungen zu Lesungen, wie zuletzt in Bremen.

»Corinna Antelmann schickt Irina in ihrem Roman auf eben diese Suche nach der eigenen Geschichte, den eigenen Ängsten und Sehnsüchten, und konfrontiert ihre Protagonistin mit Dämonen und Engeln auch der politischen Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, den politischen Verwerfungen im Rahmen des Zweiten Weltkriegs.« (die ganze Rezension finden Sie unter: Bernd Schuchter, Literaturhaus Wien)

Obwohl sich das Ablaufdatum von Büchern in unserer gegenwärtigen Zeit (!) rasant zu verkürzen scheint, bleibt der Gang durch die Zeit als solche aktuell. Das erleichtert mich, denn auch ich bin fest davon überzeugt, dass wir um eine Beschäftigung mit unseren historischen Wurzeln nicht herumkommen, wenn wir ein ernsthaftes Interesse an unserer politischen Kultur haben, wie Gabriele Baring in ihrem Buch Die geheimen Ängste der Deutschen schreibt. Das Buch sei auch Nicht-Deutschen empfohlen, denn »die ererbten Traumata sind mächtig.« (Baring, Die geheimen Ängste der Deutschen, Berlin/München, 2011: 24).

Ich träume von einer kollektiven, systemischen Aufstellung aller Nationen, zumal von denen, die einen Krieg durchleben mussten (zählen wir sie zusammen?) – dies bitte als Anregung zu verstehen.

Und immer reden alle vom Krieg, der Krieg, der Krieg, darauf scheint alles hinauszulaufen. Woran Irina auch arbeitet, am Krieg kommt sie offenbar nicht vorbei und niemand
scheint sie außerdem vorbeilassen zu wollen …

Der Krieg ist in uns. (Hinter die Zeit, Wien, 2016)

 

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