Die nordfriesischen Halligen lassen mich nicht los, seit ich mit siebzehn Jahren das erste Mal nach Langeneß übersetzte. Seit Neuestem schleichen sie sich in meine Texte, und hinfahren tue ich auch wieder, um anzuknüpfen, wo es anfing: Mit dem Reisen. Der Weite. Dem Fragen. Dem Lieben.

Ja, es wird weiter gefragt und weiter auf die Hallig gefahren. Und das Reisen geht jederzeit, so stelle ich mir das vor – wie in meinem neuen Bilderbuch Urlaub ahoi (ab März 2020 im Tyrolia-Verlag) dem eine Kurzgeschichte zugrunde liegt:

Am dreizehnten Tag spüre ich es plötzlich: Das Haus bewegt sich. Und das ist jetzt kein Witz. Ein Blick durch das Fenster zeigt mir weit und breit weder Erde noch Grashalm. Sofort denke ich an die Halligen, über die ich soeben gelesen habe. Oben in Nordfriesland in Deutschland ragen sie als kleine Inseln aus der Nordsee. Wenn es zu stürmisch wird, nimmt sich das Meer das ganze Land, und nur die Häuser schauen noch aus dem Wasser hinaus. So auch wir. Unser Haus, meine ich.

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