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Auf Einladung von Sylvia Eultiz gastierten Irene Kepl und ich im Salon 27 in Berlin, um unser Programm KA Punkt vorzustellen. Für uns beide war dieser Abend wie immer eine Bereicherung und eine große Freude, ihn gemeinsam zu bestreiten.

Irenes Improvisationen der Neuen Musik und meine Literatur erkunden mögliche Gemeinsamkeiten im Kreisen, im Suchen, in dem Bedürfnis, keinen Erwartungen entsprechen zu wollen, aber gleichsam das Angebot in den Raum zu stellen, sich einzulassen auf die Frage: Was stellt sich her? Was erzählt sich jenseits von Melodie und Plot? Wo ergänzen und entsprechen sich die Klangräume und auch die Inhalte?

Es entspann sich ein anregendes Gespräch über Erwartungshaltungen, Mozart und Neue Musik, Krimi und Thomas Bernhard und nährte unseren Wunsch, weiterzuexperimentieren, zu forschen, zu erkunden: eben so, wie es Musik und Literatur seit jeher tun.

„Selbst der Plastiksack eines Einkaufszentrums kann Anlass für ihr Entzücken sein“, schreibt Peter Turrini in einem Liebesgedicht über das Verhalten von Verliebten. Diese Wahrheit wiederum entzückt mich. Und dass ich im Café des Schloss Wartholz lesen konnte, in dem Peter Turrini 2007 den Literatursalon eröffnete, entzückte mich ebenso – wenngleich auf andere Weise. Vergleichbar jedoch ist die Freude am geschriebenen Wort mit dem Lesen von Worten, die von einem derart aufmerksamen Publikum aufgenommen werden.

Es war mir eine ausgsprochene Ehre, hier aus Drei Tage drei Nächte lesen zu dürfen und anschließend anregende Gespräche zu führen. So möchte ich Herrn Blazek für die Einladung danken und Frau Rath für die lebendige Betreuung und allen Zuhörerinnen für das gemeinsame Erleben.

Verliebt habe ich mich in den gemeinsam betretenen und eröffneten Raum. Entzückt haben mich die Reaktionen.

Die Lesung fand am 31.08.2018 im Literatursalon/ Cafè-Restaurant Schloss Wartholz statt.

Veranstaltungen

Sie wohnen nur ein paar Kilometer voneinander entfernt: die Autorin Corinna Antelmann in Ottensheim und der Schriftsteller und Musiker Rudolf Habringer in Walding. Mit dem Projekt „Literatur frei Haus“ bringen die beiden Literatur direkt in die Wohnzimmer.

Sie wohnen nur ein paar Kilometer voneinander entfernt: die Autorin Corinna Antelmann in Ottensheim und der Schriftsteller und Musiker Rudolf Habringer in Walding. Mit dem Projekt „Literatur frei Haus“ bringen die beiden Literatur direkt in die Wohnzimmer – oder im aktuellen Fall in die MÜK-Galerie.

#ArtInQuarantine
 
Ich werde zwei in sich geschlossene Texte zum Thema WAND lesen, weil wir ja nun viel, viel Zeit zwischen den Wänden verbringen, und hier kann so allerhand passieren (sie sprechen …; sie schließen uns ein …).
 
Ich stelle fest, ich habe häufiger über Wände geschrieben, zum Beispiel über eine Mutter, die orientierungslos und von unbestimmter Sehnsucht getrieben durch das Haus tigert, weil sie nicht weiß, wohin mit ihren Gedanken, und sich dabei doppelt isoliert fühlt: innerhalb der Wände ihres Kopfes und innerhalb der vier Wände ihrer Wohnung, ergibt insgesamt acht Wände. Die Rechnung geht nicht auf, denn glücklicherweise ist der Kopf, anders als das Handy, nicht rechteckig, sondern rund und eignet sich zum Denken, und da das Runde die perfekte Form ist, kann dieses Denken sogar die Richtung wechseln, was allerdings selten geschieht (Drei Tage drei Nächte, Septime Verlag, 2018)
 
Das ändert sich ja jetzt.

Auf Einladung von Sylvia Eultiz gastierten Irene Kepl und ich im Salon 27 in Berlin, um unser Programm KA Punkt vorzustellen. Für uns beide war dieser Abend wie immer eine Bereicherung und eine große Freude, ihn gemeinsam zu bestreiten.

Irenes Improvisationen der Neuen Musik und meine Literatur erkunden mögliche Gemeinsamkeiten im Kreisen, im Suchen, in dem Bedürfnis, keinen Erwartungen entsprechen zu wollen, aber gleichsam das Angebot in den Raum zu stellen, sich einzulassen auf die Frage: Was stellt sich her? Was erzählt sich jenseits von Melodie und Plot? Wo ergänzen und entsprechen sich die Klangräume und auch die Inhalte?

Es entspann sich ein anregendes Gespräch über Erwartungshaltungen, Mozart und Neue Musik, Krimi und Thomas Bernhard und nährte unseren Wunsch, weiterzuexperimentieren, zu forschen, zu erkunden: eben so, wie es Musik und Literatur seit jeher tun.

„Selbst der Plastiksack eines Einkaufszentrums kann Anlass für ihr Entzücken sein“, schreibt Peter Turrini in einem Liebesgedicht über das Verhalten von Verliebten. Diese Wahrheit wiederum entzückt mich. Und dass ich im Café des Schloss Wartholz lesen konnte, in dem Peter Turrini 2007 den Literatursalon eröffnete, entzückte mich ebenso – wenngleich auf andere Weise. Vergleichbar jedoch ist die Freude am geschriebenen Wort mit dem Lesen von Worten, die von einem derart aufmerksamen Publikum aufgenommen werden.

Es war mir eine ausgsprochene Ehre, hier aus Drei Tage drei Nächte lesen zu dürfen und anschließend anregende Gespräche zu führen. So möchte ich Herrn Blazek für die Einladung danken und Frau Rath für die lebendige Betreuung und allen Zuhörerinnen für das gemeinsame Erleben.

Verliebt habe ich mich in den gemeinsam betretenen und eröffneten Raum. Entzückt haben mich die Reaktionen.

Die Lesung fand am 31.08.2018 im Literatursalon/ Cafè-Restaurant Schloss Wartholz statt.